Malariaprophylaxe und Malariaschutz auf Reisen

Gegen Malaria gibt es für Reisende derzeit keine Impfung. Der Schutz beruht laut healthytravel.ch auf drei Säulen: Mückenschutz in allen Malariagebieten, vorbeugende Medikamente in Gebieten mit hohem Risiko und ein Notfallmedikament zur Selbstbehandlung in bestimmten Gebieten mit mittlerem Risiko.

Wie Malaria übertragen wird

Malaria wird durch Parasiten verursacht und von Anopheles-Mücken übertragen, die laut healthytravel.ch zwischen Abend- und Morgendämmerung stechen. Die WHO bezeichnet Malaria als lebensbedrohliche Krankheit, die in vielen tropischen Ländern vorkommt. Erste Symptome treten frühestens sieben Tage nach der Ankunft im Malariagebiet auf.

Säule 1: Mückenschutz

In allen Malariagebieten empfiehlt healthytravel.ch:

  • lange, wenn möglich imprägnierte Kleidung ab der Dämmerung
  • Mückenschutzmittel auf unbedeckter Haut
  • Schlafen in klimatisierten Räumen oder unter einem imprägnierten Moskitonetz

Säule 2: Vorbeugende Medikamente (Chemoprophylaxe)

In Gebieten mit hohem Malariarisiko empfiehlt healthytravel.ch die Einnahme vorbeugender Medikamente. Welches Medikament in Frage kommt, hängt vom Reiseziel, der Reisedauer, Ihrem Alter, Vorerkrankungen, anderen Medikamenten und einer allfälligen Schwangerschaft ab. Diese Medikamente sind verschreibungspflichtig und werden in der Beratung individuell besprochen.

Säule 3: Notfall-Selbstbehandlung

In Gebieten mit mittlerem Risiko und eingeschränkter medizinischer Versorgung empfiehlt healthytravel.ch, ein Notfallmedikament mitzunehmen. Es wird nur eingenommen, wenn Fieber auftritt und innert nützlicher Frist kein Arzt und kein Malariatest erreichbar sind. Auch danach muss so rasch wie möglich ärztliche Hilfe gesucht werden. Nach einer Selbstbehandlung empfiehlt healthytravel.ch eine ärztliche Kontrolle innerhalb von sieben Tagen.

Welche Gebiete betroffen sind

Ob und wo auf Ihrer Route ein Malariarisiko besteht, zeigen die Malariakarten auf den Länderseiten von healthytravel.ch. Das Risiko unterscheidet sich oft innerhalb eines Landes stark, zum Beispiel zwischen Städten und ländlichen Regionen. Hinweise zu einzelnen Ländern finden Sie unter Reiseziele.

Fieber nach der Reise ist ein Notfall

Fieber ab 37,5 °C nach einem Aufenthalt in einem Malariagebiet ist laut healthytravel.ch ein Notfall, meist innerhalb eines Monats nach der Rückkehr, selten auch mehrere Monate später. Ein Malariatest sollte innerhalb von 24, höchstens 48 Stunden erfolgen. Bei Traveldoc gilt: Fieber innerhalb von sechs Monaten nach dem Besuch eines Malaria-Risikogebiets sollte immer zu einer zeitnahen ärztlichen Abklärung führen. Mehr unter Nach der Reise.

Malariaberatung bei Traveldoc in Burgdorf

In der reisemedizinischen Beratung besprechen wir Mückenschutz, ob Prophylaxe oder Notfallmedikament für Ihre Route empfohlen ist, und was in die Reiseapotheke gehört. Das BAG empfiehlt, sich mindestens vier bis sechs Wochen vor der Abreise zu informieren. Termin vereinbaren.

Häufige Fragen

Gibt es eine Impfung gegen Malaria für Reisende?

Nein, laut healthytravel.ch gibt es derzeit keine Malaria-Impfung für Reisende. Schutz bieten Mückenschutz und, je nach Gebiet, Medikamente.

Was ist der Unterschied zwischen Prophylaxe und Notfall-Selbstbehandlung?

Die Prophylaxe wird vorbeugend eingenommen und ist für Gebiete mit hohem Risiko empfohlen. Das Notfallmedikament wird nur bei Fieber ohne erreichbare ärztliche Hilfe eingenommen, in bestimmten Gebieten mit mittlerem Risiko.

Ich habe nach der Reise Fieber. Was tun?

Nach einem Malariagebiet sofort ärztlich abklären lassen, innerhalb von 24 bis höchstens 48 Stunden mit Malariatest, ausserhalb der Sprechzeiten auf einer Notfallstation.

Termin vereinbaren +41 31 381 55 45

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Quellen

Stand: Oktober 2026