Malaria-Gebiete: wo das Risiko liegt und was die Stufen bedeuten

Malaria kommt laut healthytravel.ch in den tropischen und subtropischen Regionen Afrikas, Asiens sowie Mittel- und Südamerikas vor. Das Risiko unterscheidet sich aber innerhalb eines Landes oft stark: In Kambodscha ist Phnom Penh ohne Risiko, in Südafrika hängt es von Region und Jahreszeit ab. Massgebend sind die Malariakarten auf den Länderseiten von healthytravel.ch.

+41 31 381 55 45Beratungstermin anfragen

Die vier Risikostufen von healthytravel.ch

Die Schweizer Länderempfehlungen teilen Gebiete in Stufen ein. Daraus ergeben sich die empfohlenen Massnahmen:

  • Hohes Risiko: Mückenschutz und zusätzlich eine vorbeugende medikamentöse Prophylaxe. Welches Medikament geeignet ist, wählt eine reisemedizinische Fachperson individuell aus und verschreibt es.
  • Mittleres Risiko: Mückenschutz. Mit einer Fachperson wird besprochen, ob ein Medikament zur notfallmässigen Selbstbehandlung mitgenommen werden soll.
  • Geringes Risiko: Mückenschutz.
  • Kein Risiko: keine besonderen Massnahmen gegen Malaria.

Einige Gebiete haben ein saisonales Risiko, etwa im Norden von Südafrika und Namibia mit hohem Risiko von September bis Mai. Für Schwangere, kleine Kinder, ältere Menschen und Personen mit chronischen Krankheiten oder geschwächtem Immunsystem rät healthytravel.ch, vor der Reise unbedingt ärztlichen Rat einzuholen.

Beispiele aus den Länderempfehlungen

Stand der Angaben: healthytravel.ch, Oktober 2026. Die Tabelle zeigt nur Ausschnitte; die vollständige Einteilung steht auf der jeweiligen Länderseite.

LandGebiete mit erhöhtem RisikoOhne Risiko
Kambodschamittel: Teilgebiete im Osten und in PursatPhnom Penh
Laoshoch: Teile des südlichen DrittelsZentrum von Vientiane
Philippinenhoch: Süden von PalawanManila und grosse Städte
Nepalgering: Terai unter 2500 mKathmandu, Pokhara, Himalaja über 2500 m
Südafrikasaisonal hoch: Kruger-Park und Nordosten (Sept. bis Mai)Süden des Landes
Namibiaganzjährig hoch: Caprivi-Streifen; saisonal: EtoshaWindhoek-Zentrum, Küste, Namib
Kolumbienhoch: Pazifikküste, Amazonas (unter 2000 m)Bogotá, Cartagena, Medellín
Ecuadormittel: Teile des AmazonasbeckensQuito, Guayaquil, Galápagos
Costa Ricamittel: Norden von AlajuelaSan José
Dominikanische Republikmittel: Azua, Elías Piña, San Juankeine Zone ohne Risiko ausgewiesen, übriges Land gering
Mexikogering: Chiapas und einzelne Gebieteübriges Land, auch Cancún

Länder ohne Malariarisiko

Die WHO hat Sri Lanka am 5. September 2016 und Ägypten am 20. Oktober 2024 als malariafrei zertifiziert. Für die Malediven, Kuba, Marokko und Tunesien führen die Länderseiten von healthytravel.ch keine Malaria-Risikogebiete auf (Stand Oktober 2026). Mückenschutz bleibt in tropischen Ländern trotzdem wichtig, weil Mücken auch Dengue und Chikungunya übertragen.

Höhe, Stadt und Land

Die Überträgermücken leben nicht überall. In vielen Ländern beschränkt sich das Risiko auf Gebiete unterhalb einer bestimmten Höhe: In Kolumbien und Ecuador nennt healthytravel.ch Gebiete unter 2000 Metern, in Nepal unter 2500 Metern. Grosse Städte sind oft ohne Risiko, ländliche Regionen und Grenzgebiete häufiger betroffen. Deshalb zählt für die Beratung nicht das Land allein, sondern die genaue Route mit Übernachtungsorten.

Wie Malaria übertragen wird

Malaria wird laut healthytravel.ch von nachtaktiven Mücken übertragen, die zwischen Abend- und Morgendämmerung stechen. Die WHO beschreibt Malaria als lebensbedrohliche Krankheit. Erste Symptome wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen treten frühestens sieben Tage nach der Ankunft im Malariagebiet auf. Gegen Malaria gibt es für Reisende derzeit keine Impfung; die Grundlage des Schutzes ist in allen Malariagebieten der Mückenschutz (Mückenschutz).

Fieber ist ein Notfall

Fieber über 37,5 °C während oder nach einem Aufenthalt in einem Malariagebiet ist laut healthytravel.ch immer ein Notfall, auch wenn vorbeugende Medikamente eingenommen wurden. Ein Malariatest soll innerhalb von 24, höchstens 48 Stunden erfolgen. Meist tritt Malaria innerhalb eines Monats nach der Rückkehr auf, selten auch mehrere Monate später. Erwähnen Sie die Reise bei jeder ärztlichen Abklärung (Nach der Reise).

Häufige Fragen

Welche Länder sind Malariagebiete?

Malaria kommt in tropischen und subtropischen Regionen Afrikas, Asiens sowie Mittel- und Südamerikas vor. Welche Regionen eines Landes betroffen sind, zeigen die Malariakarten auf healthytravel.ch.

Was bedeutet geringes Malariarisiko?

Für Gebiete mit geringem Risiko empfiehlt healthytravel.ch Mückenschutz. Vorbeugende Medikamente sind dort nicht vorgesehen.

Gibt es eine Impfung gegen Malaria für Reisende?

Nein, laut healthytravel.ch gibt es derzeit keine Malaria-Impfung für Reisende.

Ist Sri Lanka malariafrei?

Ja, die WHO hat Sri Lanka 2016 als malariafrei zertifiziert, Ägypten im Oktober 2024.

Wie schnell muss Fieber nach einer Tropenreise abgeklärt werden?

Nach einem Malariagebiet sofort: Ein Malariatest soll laut healthytravel.ch innerhalb von 24, höchstens 48 Stunden erfolgen.

Abreise schon bald?

Auch kurz vor der Reise lohnt sich ein Anruf. Laut healthytravel.ch sind einzelne Impfungen auch kurzfristig noch möglich, und Mückenschutz, Malariaschutz und Reiseapotheke lassen sich in jedem Fall besprechen. Zwei Fristen sollten Sie kennen: Die Gelbfieber-Impfbescheinigung gilt nach den Internationalen Gesundheitsvorschriften erst ab dem 10. Tag nach der Impfung. Für die Tollwutimpfung vor der Reise empfiehlt healthytravel.ch, spätestens vier Wochen vor der Abreise zu beginnen; im Notfall reichen zehn Tage.

Nennen Sie uns am Telefon unter +41 31 381 55 45 oder im Formular gleich Reiseziel und Abreisedatum, dann können wir die Zeit bis zur Abreise gezielt planen. Mehr dazu unter kurzfristige Impfberatung.

Beratungstermin anfragen +41 31 381 55 45

Weitere Themen

Hinweis zu dieser Seite

Diese Seite fasst öffentliche Empfehlungen von healthytravel.ch (Expertenkomitee für Reisemedizin EKRM), BAG und WHO zusammen, Stand der Angaben 5. Oktober 2026. Empfehlungen können sich ändern, massgebend ist die jeweils verlinkte Quelle. Die Seite ersetzt keine ärztliche Beratung: Welche Impfungen und Massnahmen für Sie persönlich sinnvoll sind, klärt die reisemedizinische Beratung.

Quellen

Stand: Oktober 2026