Impfungen und Reisemedizin für Südafrika

Für Südafrika entscheidet vor allem die Region über den Malariaschutz: Laut healthytravel.ch besteht im Nordosten von Limpopo und Mpumalanga mit dem Kruger-Nationalpark ein saisonales Risiko, im Süden des Landes kein Risiko. Einen Gelbfieber-Nachweis verlangt Südafrika bei Einreise aus Gelbfieber-Risikoländern.

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Impfungen für alle Reisenden

Auf der healthytravel-Länderseite für Südafrika stehen in der Rubrik Impfungen für alle Reisenden (Stand Oktober 2026): Hepatitis A, Tollwut, Kinderlähmung (Polio) mit Hinweis zur Auffrischung sowie Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten, Masern, Mumps, Röteln und Windpocken nach dem Schweizerischen Impfplan.

Dass die Tollwut in dieser Rubrik steht, begründet healthytravel.ch unter anderem damit, dass Impfstoffe und Immunglobuline in vielen Reiseländern oft nicht verfügbar sind. Nach jedem Biss, Kratzer oder Kontakt von Speichel mit offener Haut gilt: Wunde sofort gründlich mit Wasser und Seife reinigen und umgehend ärztliche Hilfe suchen, auch mit Impfung (Tollwut).

Für Polio nennt die Länderseite zusätzlich zur Grundimmunisierung eine Auffrischimpfung: für Reisende unter 65 Jahren mit intaktem Immunsystem alle 20 Jahre, ab 65 Jahren alle 10 Jahre.

Eine Reise ist ein guter Anlass, den Impfausweis prüfen zu lassen (Basisimpfungen).

Weitere Impfungen je nach Reise

Je nach Route, Dauer, Unterkunft und Gesundheit kommen laut healthytravel.ch für Südafrika weitere Impfungen in Frage:

  • Hepatitis B: healthytravel.ch empfiehlt die Impfung allen Säuglingen und Jugendlichen bis 16 Jahre und unabhängig vom Alter Personen mit erhöhtem Risiko, etwa bei Langzeitaufenthalten, medizinischen Eingriffen, Tätowierungen oder ungeschütztem Geschlechtsverkehr (Hepatitis A und B).
  • Chikungunya: eine von Mücken übertragene Viruserkrankung mit Fieber und starken Gelenkschmerzen. Laut healthytravel.ch ist die Impfung bei einem Ausbruch angezeigt und kann in Ländern mit erhöhtem Risiko erwogen werden.
  • Dengue: Das EKRM empfiehlt die Impfung nur Reisenden, bei denen eine frühere Dengue-Infektion nachgewiesen ist. Für alle anderen ist Mückenschutz am Tag der wichtigste Schutz (Dengue).
  • Typhus: wird über verunreinigte Lebensmittel und verunreinigtes Wasser übertragen. Für Reisende mit Zugang zu sicheren Lebensmitteln und Getränken ist das Risiko laut healthytravel.ch sehr gering (Typhus).
  • Grippe: empfohlen für Reisende aus Risikogruppen, zum Beispiel für Schwangere.

Gelbfieber: Empfehlung und Einreise

Südafrika ist laut WHO kein Gelbfieber-Risikoland; eine Impfung wird aus medizinischen Gründen nicht empfohlen. Laut healthytravel.ch ist der Nachweis aber obligatorisch bei Einreise aus Ländern mit Gelbfieberrisiko. Ausgenommen sind unter anderem Reisende aus Sambia, Tansania, Eritrea, Somalia, São Tomé und Príncipe und Ruanda, Kinder unter einem Jahr, Erwachsene über 60 Jahre und Transitreisende, die bis zu 12 Stunden in der Transitzone eines Risikolandes waren. Wer direkt aus der Schweiz anreist, ist nicht betroffen. Bei einer Kombination mit Kenia oder Uganda sieht das anders aus (Gelbfieber-Nachweis).

Malaria in Südafrika

healthytravel.ch unterscheidet für Südafrika (Stand Oktober 2026):

  • Saisonales Risiko im Nordosten der Provinzen Limpopo und Mpumalanga, einschliesslich des Kruger-Nationalparks und benachbarter Parks. Von September bis Mai ist das Risiko hoch; empfohlen sind Mückenschutz und eine medikamentöse Prophylaxe. Von Juni bis August ist es mittel; empfohlen ist Mückenschutz, und ob ein Notfallmedikament mitgenommen werden soll, klärt die Beratung.
  • Geringes Risiko ganzjährig in KwaZulu-Natal, einschliesslich Tembe Elephant Park, Ndumu Game Reserve, iSimangaliso Wetland Park und Hluhluwe-iMfolozi, sowie in den übrigen Teilen von Limpopo und Mpumalanga mit der Waterberg-Region und den Parks Marakele und Madikwe. Mückenschutz.
  • Kein Risiko im südlichen Teil des Landes.

Kapstadt, Garden Route oder Safari

Eine Reise nach Kapstadt und entlang der Garden Route führt durch den Süden, für den healthytravel.ch kein Malariarisiko ausweist. Anders ist es, wenn Sie danach in den Kruger-Nationalpark oder in private Reservate am Rand des Parks fliegen: Dann bestimmt die Jahreszeit, welche Massnahmen empfohlen sind. Planen Sie die Safari in den Monaten September bis Mai, sollten Sie die Beratung früh einplanen. Für Kombinationen mit Namibia gilt eine eigene Malariakarte.

Essen, Trinken und Tiere

Hepatitis A wird über verunreinigte Lebensmittel und Wasser übertragen; deshalb empfiehlt healthytravel.ch die Impfung allen Reisenden in tropische oder subtropische Länder. Auf Safaris und in ländlichen Gegenden gilt: Abstand zu Tieren halten, auch zu zahm wirkenden Affen und Hunden. Mehr zur Hygiene unterwegs unter Reisedurchfall.

Ihre Beratung für Südafrika in Burgdorf

Die vollständigen Schweizer Empfehlungen mit Karten und aktuellen Meldungen stehen auf der Länderseite von healthytravel.ch. Welche davon auf Ihre Route, Ihre Reisezeit und Ihre Gesundheit zutreffen, klärt die reisemedizinische Beratung bei traveldoc an der Bahnhofstrasse 8 in Burgdorf, wenige Gehminuten vom Bahnhof. Bringen Sie Ihren Impfausweis und Ihren Reiseplan mit; ideal ist ein Termin zwei Monate vor der Abreise.

Häufige Fragen

Brauche ich für den Kruger-Nationalpark eine Malariaprophylaxe?

Laut healthytravel.ch ist das Risiko im Nordosten von Limpopo und Mpumalanga von September bis Mai hoch; empfohlen sind dann Mückenschutz und eine Prophylaxe. Von Juni bis August ist das Risiko mittel. Was für Ihre Reisedaten gilt, klärt die Beratung.

Gibt es in Kapstadt Malaria?

Nein, für den südlichen Teil des Landes weist healthytravel.ch kein Malariarisiko aus.

Verlangt Südafrika eine Gelbfieberimpfung?

Nur bei Einreise aus Gelbfieber-Risikoländern, mit Ausnahmen etwa für Kinder unter einem Jahr und Erwachsene über 60 Jahre. Bei direkter Anreise aus der Schweiz nicht.

Abreise schon bald?

Auch kurz vor der Reise lohnt sich ein Anruf. Laut healthytravel.ch sind einzelne Impfungen auch kurzfristig noch möglich, und Mückenschutz, Malariaschutz und Reiseapotheke lassen sich in jedem Fall besprechen. Zwei Fristen sollten Sie kennen: Die Gelbfieber-Impfbescheinigung gilt nach den Internationalen Gesundheitsvorschriften erst ab dem 10. Tag nach der Impfung. Für die Tollwutimpfung vor der Reise empfiehlt healthytravel.ch, spätestens vier Wochen vor der Abreise zu beginnen; im Notfall reichen zehn Tage.

Nennen Sie uns am Telefon unter +41 31 381 55 45 oder im Formular gleich Reiseziel und Abreisedatum, dann können wir die Zeit bis zur Abreise gezielt planen. Mehr dazu unter kurzfristige Impfberatung.

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Hinweis zu dieser Seite

Diese Seite fasst öffentliche Empfehlungen von healthytravel.ch (Expertenkomitee für Reisemedizin EKRM), BAG und WHO zusammen, Stand der Angaben 5. Oktober 2026. Empfehlungen können sich ändern, massgebend ist die jeweils verlinkte Quelle. Die Seite ersetzt keine ärztliche Beratung: Welche Impfungen und Massnahmen für Sie persönlich sinnvoll sind, klärt die reisemedizinische Beratung.

Quellen

Stand: Oktober 2026