Impfungen und Reisemedizin für Namibia
Für Namibia nennt healthytravel.ch Hepatitis A, Tollwut und einen Polio-Hinweis für alle Reisenden. Malaria betrifft vor allem den Norden: Im Caprivi-Streifen ist das Risiko ganzjährig hoch, im Etosha-Nationalpark saisonal. Wegen stark gestiegener Fallzahlen 2026 empfiehlt healthytravel.ch dort die Prophylaxe auch von Juni bis August.
Impfungen für alle Reisenden
Auf der healthytravel-Länderseite für Namibia stehen in der Rubrik Impfungen für alle Reisenden (Stand Oktober 2026): Hepatitis A, Tollwut, Kinderlähmung (Polio) mit Hinweis zur Auffrischung sowie Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten, Masern, Mumps, Röteln und Windpocken nach dem Schweizerischen Impfplan.
Dass die Tollwut in dieser Rubrik steht, begründet healthytravel.ch unter anderem damit, dass Impfstoffe und Immunglobuline in vielen Reiseländern oft nicht verfügbar sind. Nach jedem Biss, Kratzer oder Kontakt von Speichel mit offener Haut gilt: Wunde sofort gründlich mit Wasser und Seife reinigen und umgehend ärztliche Hilfe suchen, auch mit Impfung (Tollwut).
Für Polio gelten in Namibia temporäre Empfehlungen der WHO: Wer länger als vier Wochen bleibt, sollte bei der Ausreise eine Polio-Auffrischung vorweisen können, die höchstens 12 Monate zurückliegt und im internationalen gelben Impfausweis eingetragen ist. Bei kürzeren Aufenthalten gilt die Auffrischung alle 20 Jahre unter 65 Jahren beziehungsweise alle 10 Jahre ab 65 Jahren (Impfausweis).
Eine Reise ist ein guter Anlass, den Impfausweis prüfen zu lassen (Basisimpfungen).
Weitere Impfungen je nach Reise
Je nach Route, Dauer, Unterkunft und Gesundheit kommen laut healthytravel.ch für Namibia weitere Impfungen in Frage:
- Hepatitis B: healthytravel.ch empfiehlt die Impfung allen Säuglingen und Jugendlichen bis 16 Jahre und unabhängig vom Alter Personen mit erhöhtem Risiko, etwa bei Langzeitaufenthalten, medizinischen Eingriffen, Tätowierungen oder ungeschütztem Geschlechtsverkehr (Hepatitis A und B).
- Chikungunya: eine von Mücken übertragene Viruserkrankung mit Fieber und starken Gelenkschmerzen. Laut healthytravel.ch ist die Impfung bei einem Ausbruch angezeigt und kann in Ländern mit erhöhtem Risiko erwogen werden.
- Dengue: Das EKRM empfiehlt die Impfung nur Reisenden, bei denen eine frühere Dengue-Infektion nachgewiesen ist. Für alle anderen ist Mückenschutz am Tag der wichtigste Schutz (Dengue).
- Typhus: wird über verunreinigte Lebensmittel und verunreinigtes Wasser übertragen. Für Reisende mit Zugang zu sicheren Lebensmitteln und Getränken ist das Risiko laut healthytravel.ch sehr gering (Typhus).
- Grippe: empfohlen für Reisende aus Risikogruppen, zum Beispiel für Schwangere.
Gelbfieber: Empfehlung und Einreise
Namibia ist kein Gelbfieber-Risikoland; eine Impfung wird aus medizinischen Gründen nicht empfohlen. Wer aber innerhalb von sechs Tagen nach der Ausreise aus einem Gelbfieber-Risikoland oder einem Transit dort ankommt und keine Impfbescheinigung hat, muss laut healthytravel.ch sechs Tage in Quarantäne. Ausgenommen sind Kinder unter einem Jahr, Transitreisende in der Transitzone und Frauen im ersten Drittel der Schwangerschaft (Gelbfieber-Nachweis).
Malaria in Namibia
healthytravel.ch teilt Namibia so ein (Stand Oktober 2026):
- Hohes Risiko ganzjährig im Norden und Nordosten: Provinz Zambezi mit dem Caprivi-Streifen, der östliche Teil von Kavango East, der nördliche Teil von Kavango West und der östliche Teil von Ohangwena. Empfohlen sind Mückenschutz und eine medikamentöse Prophylaxe.
- Saisonales Risiko im übrigen nördlichen Drittel, einschliesslich des Etosha-Nationalparks, grosser Teile der Provinz Kunene und der Städte Grootfontein, Okakarara, Ondangwa, Outapi und Tsumeb. Von September bis Mai ist das Risiko hoch. Wegen eines starken Anstiegs der Fälle 2026 empfiehlt healthytravel.ch Mückenschutz und Prophylaxe auch von Juni bis August.
- Mittleres Risiko ganzjährig im Westen der Provinz Kunene. Mückenschutz; ein Notfallmedikament bespricht man in der Beratung.
- Kein Risiko im Stadtzentrum von Windhoek, an der Küste, in der Namib-Wüste und südlich von Mariental.
Selbstfahrer-Reise von der Namib bis Etosha
Die typische Rundreise im Mietwagen führt von Windhoek über die Namib-Wüste an die Küste und dann nach Norden in den Etosha-Nationalpark. Der Süden und die Küste sind nach der healthytravel-Karte ohne Malariarisiko, Etosha und der Norden nicht. Wer zusätzlich in den Caprivi-Streifen oder weiter zu den Victoria-Fällen fährt, kommt in das Gebiet mit ganzjährig hohem Risiko. Bringen Sie deshalb Ihre Route mit Daten in die Beratung mit; für die Kombination mit Südafrika gilt eine eigene Karte.
Weite Strecken, wenig Versorgung
Zwischen den Orten liegen in Namibia oft viele Kilometer. Eine vollständige Reiseapotheke, eigene Medikamente in genügender Menge und ein Fieberthermometer gehören deshalb ins Gepäck. Fieber während oder nach einem Aufenthalt in einem Malariagebiet ist immer ein Notfall und muss rasch abgeklärt werden (Nach der Reise).
Ihre Beratung für Namibia in Burgdorf
Die vollständigen Schweizer Empfehlungen mit Karten und aktuellen Meldungen stehen auf der Länderseite von healthytravel.ch. Welche davon auf Ihre Route, Ihre Reisezeit und Ihre Gesundheit zutreffen, klärt die reisemedizinische Beratung bei traveldoc an der Bahnhofstrasse 8 in Burgdorf, wenige Gehminuten vom Bahnhof. Bringen Sie Ihren Impfausweis und Ihren Reiseplan mit; ideal ist ein Termin zwei Monate vor der Abreise.
Häufige Fragen
Brauche ich für Etosha eine Malariaprophylaxe?
Etosha liegt laut healthytravel.ch im Gebiet mit saisonalem Risiko. Von September bis Mai sind Mückenschutz und Prophylaxe empfohlen, wegen der Lage 2026 auch von Juni bis August. Massgebend ist die aktuelle Länderseite.
Gibt es in Windhoek und Swakopmund Malaria?
Das Stadtzentrum von Windhoek und die Küstenregion sind laut healthytravel.ch ohne Malariarisiko.
Was gilt für die Polio-Impfung in Namibia?
Bei Aufenthalten über vier Wochen soll die Polio-Auffrischung bei der Ausreise höchstens 12 Monate zurückliegen und im gelben Impfausweis stehen. Das sind temporäre Empfehlungen der WHO.
Abreise schon bald?
Auch kurz vor der Reise lohnt sich ein Anruf. Laut healthytravel.ch sind einzelne Impfungen auch kurzfristig noch möglich, und Mückenschutz, Malariaschutz und Reiseapotheke lassen sich in jedem Fall besprechen. Zwei Fristen sollten Sie kennen: Die Gelbfieber-Impfbescheinigung gilt nach den Internationalen Gesundheitsvorschriften erst ab dem 10. Tag nach der Impfung. Für die Tollwutimpfung vor der Reise empfiehlt healthytravel.ch, spätestens vier Wochen vor der Abreise zu beginnen; im Notfall reichen zehn Tage.
Nennen Sie uns am Telefon unter +41 31 381 55 45 oder im Formular gleich Reiseziel und Abreisedatum, dann können wir die Zeit bis zur Abreise gezielt planen. Mehr dazu unter kurzfristige Impfberatung.
Beratungstermin anfragen +41 31 381 55 45
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Hinweis zu dieser Seite
Diese Seite fasst öffentliche Empfehlungen von healthytravel.ch (Expertenkomitee für Reisemedizin EKRM), BAG und WHO zusammen, Stand der Angaben 5. Oktober 2026. Empfehlungen können sich ändern, massgebend ist die jeweils verlinkte Quelle. Die Seite ersetzt keine ärztliche Beratung: Welche Impfungen und Massnahmen für Sie persönlich sinnvoll sind, klärt die reisemedizinische Beratung.
Quellen
- healthytravel.ch: Länderseite Namibia (abgerufen 5. Oktober 2026)
- healthytravel.ch: Impfungen (Expertenkomitee für Reisemedizin EKRM)
- healthytravel.ch: Gesundheitsrisiken (Malaria, Dengue, Tollwut, Reisedurchfall)
- WHO: Länder mit Gelbfieberrisiko und Impfnachweis-Pflicht (ITH Annex 1, Nov. 2022, rev. Jan. 2023, PDF)
- BAG/EKIF: Schweizerischer Impfplan 2026 (PDF, Februar 2026)
Stand: Oktober 2026
