Impfungen und Reisemedizin für Laos

Für Laos nennt healthytravel.ch Hepatitis A, Tollwut und einen Polio-Hinweis für alle Reisenden. Das Malariarisiko ist im Süden am höchsten, Vientiane ist im Stadtzentrum ohne Risiko. Wer länger als vier Wochen bleibt, sollte die Polio-Regel der WHO kennen.

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Impfungen für alle Reisenden

Auf der healthytravel-Länderseite für Laos stehen in der Rubrik Impfungen für alle Reisenden (Stand Oktober 2026): Hepatitis A, Tollwut, Kinderlähmung (Polio) mit Hinweis zur Auffrischung sowie Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten, Masern, Mumps, Röteln und Windpocken nach dem Schweizerischen Impfplan.

Dass die Tollwut in dieser Rubrik steht, begründet healthytravel.ch unter anderem damit, dass Impfstoffe und Immunglobuline in vielen Reiseländern oft nicht verfügbar sind. Nach jedem Biss, Kratzer oder Kontakt von Speichel mit offener Haut gilt: Wunde sofort gründlich mit Wasser und Seife reinigen und umgehend ärztliche Hilfe suchen, auch mit Impfung (Tollwut).

Für Polio gelten in Laos temporäre Empfehlungen der WHO: Wer länger als vier Wochen bleibt, sollte bei der Ausreise eine Polio-Auffrischung vorweisen können, die höchstens 12 Monate zurückliegt und im internationalen gelben Impfausweis eingetragen ist. Bei kürzeren Aufenthalten gilt die Auffrischung alle 20 Jahre unter 65 Jahren beziehungsweise alle 10 Jahre ab 65 Jahren (Impfausweis).

Eine Reise ist ein guter Anlass, den Impfausweis prüfen zu lassen (Basisimpfungen).

Weitere Impfungen je nach Reise

Je nach Route, Dauer, Unterkunft und Gesundheit kommen laut healthytravel.ch für Laos weitere Impfungen in Frage:

  • Hepatitis B: healthytravel.ch empfiehlt die Impfung allen Säuglingen und Jugendlichen bis 16 Jahre und unabhängig vom Alter Personen mit erhöhtem Risiko, etwa bei Langzeitaufenthalten, medizinischen Eingriffen, Tätowierungen oder ungeschütztem Geschlechtsverkehr (Hepatitis A und B).
  • Chikungunya: eine von Mücken übertragene Viruserkrankung mit Fieber und starken Gelenkschmerzen. Laut healthytravel.ch ist die Impfung bei einem Ausbruch angezeigt und kann in Ländern mit erhöhtem Risiko erwogen werden.
  • Dengue: Das EKRM empfiehlt die Impfung nur Reisenden, bei denen eine frühere Dengue-Infektion nachgewiesen ist. Für alle anderen ist Mückenschutz am Tag der wichtigste Schutz (Dengue).
  • Typhus: wird über verunreinigte Lebensmittel und verunreinigtes Wasser übertragen. Für Reisende mit Zugang zu sicheren Lebensmitteln und Getränken ist das Risiko laut healthytravel.ch sehr gering (Typhus).
  • Japanische Enzephalitis: wird von nachtaktiven Mücken vor allem in ländlichen und vorstädtischen Gebieten übertragen und ist bei Reisenden sehr selten. Ein Thema ist sie vor allem bei längeren Aufenthalten auf dem Land (Japanische Enzephalitis).
  • Grippe: empfohlen für Reisende aus Risikogruppen, zum Beispiel für Schwangere.

Gelbfieber: Empfehlung und Einreise

Laos ist kein Gelbfieber-Risikoland, und eine Impfung wird aus medizinischen Gründen nicht empfohlen. Laut healthytravel.ch ist der Nachweis aber obligatorisch, wenn Sie innerhalb von sechs Tagen nach dem Verlassen eines Gelbfieber-Risikolandes oder einem Transit dort einreisen; Transitreisende, die die Transitzone nicht verlassen, sind ausgenommen. In der WHO-Liste von 2022 ist Laos nicht aufgeführt. Prüfen Sie die aktuelle Regel vor der Reise bei der Botschaft, besonders bei einer Anreise über Afrika oder Südamerika (Gelbfieber-Nachweis).

Malaria in Laos

Die Malariakarte von healthytravel.ch teilt Laos so ein (Stand Oktober 2026):

  • Hohes Risiko: Teilgebiete im südlichen Drittel des Landes. Empfohlen sind Mückenschutz und eine medikamentöse Prophylaxe, die eine reisemedizinische Fachperson individuell auswählt und verschreibt.
  • Mittleres Risiko: Teilgebiete in der südlichen Hälfte an der Grenze zu Vietnam. Mückenschutz; ob ein Notfallmedikament mitgenommen werden soll, klärt die Beratung.
  • Geringes Risiko: die nördliche Landeshälfte und die meisten Gebiete im Südwesten. Mückenschutz.
  • Kein Risiko: das Stadtzentrum von Vientiane.

Luang Prabang, Mekong und der Süden

Eine Reise nach Luang Prabang und durch den Norden liegt nach dieser Einteilung im Gebiet mit geringem Malariarisiko. Wer in den Süden reist, etwa an den Mekong an der Grenze zu Kambodscha oder in abgelegene Provinzen, kommt dagegen in Zonen mit mittlerem oder hohem Risiko. Bringen Sie deshalb die genaue Route in die Beratung mit. Laos wird oft mit Vietnam, Kambodscha und Thailand kombiniert.

Essen, Trinken und ein besonderer Warnhinweis

Reisedurchfall ist in Südostasien häufig; wichtig ist genug zu trinken, und beim Essen gilt: kochen, abkochen, schälen oder weglassen (Reisedurchfall). In den Länderhinweisen von healthytravel.ch steht für Laos zudem eine Warnung vor gepanschtem Alkohol, nachdem Touristen daran gestorben sind. Meiden Sie offen ausgeschenkte Spirituosen unbekannter Herkunft.

Ihre Beratung für Laos in Burgdorf

Die vollständigen Schweizer Empfehlungen mit Karten und aktuellen Meldungen stehen auf der Länderseite von healthytravel.ch. Welche davon auf Ihre Route, Ihre Reisezeit und Ihre Gesundheit zutreffen, klärt die reisemedizinische Beratung bei traveldoc an der Bahnhofstrasse 8 in Burgdorf, wenige Gehminuten vom Bahnhof. Bringen Sie Ihren Impfausweis und Ihren Reiseplan mit; ideal ist ein Termin zwei Monate vor der Abreise.

Häufige Fragen

Gibt es in Luang Prabang Malaria?

Der Norden von Laos gehört laut healthytravel.ch zum Gebiet mit geringem Malariarisiko; empfohlen ist Mückenschutz. Massgebend ist die aktuelle Karte auf der Länderseite.

Was gilt in Laos für die Polio-Impfung?

Bei Aufenthalten über vier Wochen soll die letzte Polio-Impfung bei der Ausreise höchstens 12 Monate zurückliegen und im gelben Impfausweis eingetragen sein. Das sind temporäre Empfehlungen der WHO.

Welche Impfungen brauche ich für Laos?

Für alle Reisenden nennt healthytravel.ch Hepatitis A, Tollwut und die Basisimpfungen. Je nach Reise kommen Hepatitis B, Typhus und Japanische Enzephalitis hinzu.

Abreise schon bald?

Auch kurz vor der Reise lohnt sich ein Anruf. Laut healthytravel.ch sind einzelne Impfungen auch kurzfristig noch möglich, und Mückenschutz, Malariaschutz und Reiseapotheke lassen sich in jedem Fall besprechen. Zwei Fristen sollten Sie kennen: Die Gelbfieber-Impfbescheinigung gilt nach den Internationalen Gesundheitsvorschriften erst ab dem 10. Tag nach der Impfung. Für die Tollwutimpfung vor der Reise empfiehlt healthytravel.ch, spätestens vier Wochen vor der Abreise zu beginnen; im Notfall reichen zehn Tage.

Nennen Sie uns am Telefon unter +41 31 381 55 45 oder im Formular gleich Reiseziel und Abreisedatum, dann können wir die Zeit bis zur Abreise gezielt planen. Mehr dazu unter kurzfristige Impfberatung.

Beratungstermin anfragen +41 31 381 55 45

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Hinweis zu dieser Seite

Diese Seite fasst öffentliche Empfehlungen von healthytravel.ch (Expertenkomitee für Reisemedizin EKRM), BAG und WHO zusammen, Stand der Angaben 5. Oktober 2026. Empfehlungen können sich ändern, massgebend ist die jeweils verlinkte Quelle. Die Seite ersetzt keine ärztliche Beratung: Welche Impfungen und Massnahmen für Sie persönlich sinnvoll sind, klärt die reisemedizinische Beratung.

Quellen

Stand: Oktober 2026